Flagge zeigen für atomare Abrüstung
Am kommenden Mittwoch, 08.07. findet in Metzingen und in tausenden Städten weltweit der „Flaggentag“ des internationalen Bündnisses „Mayors for Peace“ statt (Bürgermeister und Bürgermeisterinnen für den Frieden). Um 10 Uhr wird die internationale Friedensflagge vor dem Rathaus gehisst. Metzingens Erster Bürgermeister Patrick Hubertz und Werner Schulz vom Arbeitskreis Frieden werden dazu kurze Redebeiträge halten. Alle Metzinger Bürgerinnen und Bürger sind zu der Veranstaltung und zum persönlichen Austausch herzlich eingeladen.
Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überzeugung heraus, dass Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlich sind, versucht die Organisation Mayors for Peace durch Aktionen und Kampagnen die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung zu erreichen. Inzwischen gehören dem Netzwerk über 8000 Städte und Gemeinden aus 166 Ländern an. In Deutschland sind über 900 Mitglieder dem Bündnis beigetreten, der Gemeinderat Metzingen entschied sich 2018 dazu, auf Initiative von Werner Schulz vom Arbeitskreis Frieden.
Der Flaggentag findet alljährlich am 8. Juli statt, da der Internationale Gerichtshof 1996 an diesem Tag sein Gutachten zur Völkerrechtswidrigkeit von Atomwaffen veröffentlicht hat. Dort ist erklärt, dass der Besitz und der Einsatz dieser Waffen „generell“ völkerrechtswidrig seien. Bei Atomwaffeneinsätzen kann nicht zwischen Kriegsbeteiligten und Zivilist*innen unterschieden werden. Atomwaffen töten unterschiedslos, sie verursachen extreme Qualen, wirken durch die Strahlung unbegrenzt, zerstören die Umwelt, ziehen unbeteiligte Staaten in Mitleidenschaft und können den gesamten Planeten zerstören.
„Die Opfer der Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki, die 1945 von zwei Atombomben verbrannt und verstrahlt wurden, mahnen uns, alles zu tun, dass dies nie wieder geschieht“, so der AK Frieden.