Die Friedenswochen 2026

DONNERSTAG 0 8. Oktober, 19.30 Uhr
Ausstellungseröffnung 
Martinskirche Metzingen

» Kindersoldat*innen: Krieg statt Kindheit. «

Dr. Richard Bösch, Geschäftsführer und Referent für Friedensbildung des pax christi Diözesanverbands Rottenburg-Stuttgart, wird in die Ausstellung einführen.

DO, 08. OKTOBER BIS SO, 15. NOVEMBER
Fotoausstellung von pax christi 
Chorraum der Martinskirche

» Kindersoldat*innen: Krieg statt Kindheit. «

Mehr als 250.000 Jungen und Mädchen werden weltweit in 40 Staaten als Kindersoldaten eingesetzt. Sie müssen töten und unvorstellbare Grausamkeiten mit ansehen und selbst verüben. Die Ausstellung von pax christi verbindet objektive Informationen mit persönlichen Erfahrungsberichten ehemaliger Kindersoldat*innen. 
Die Ausstellung will den Opfern eine Stimme geben und Hoffnungszeichen setzen.
Sie kann von Do, 8.Oktober – So, 15. November 2026 im Chorraum der Martinskirche zu den üblichen Öffnungszeiten besucht werden.

 

SAMSTAG, 10. Oktober, 9:30 – 12:00 Uhr
Kelternplatz   

» Friedenslieder zur Marktzeit «

Zum Zuhören und Mitsingen zur Marktzeit auf dem Kelternplatz

 

MITTWOCH, 14. Oktober, 19:30 Uhr
Lesung mit Gesine Keller 
vom Wortkino – Dein Theater, Stuttgart
Neue Aula des Dietrich Bonhoeffer Gymnasiums

» Dietrich Bonhoeffer - Der zwangsläufige Gang eines anständigen Menschen «

Während die Welt in einer emotionslosen Brutalität versank, kämpfte Dietrich Bonhoeffer in der Zeit des Nationalsozialismus für die Bewahrung christlicher Werte. Mit seinem unbestechlichen Gefühl für Recht und Unrecht und seinem Mut zu Entscheidungen, die ihm selbst unbequem waren, wurde der beispielhafte Pfarrer aus Deutschland weltweit zu einem Hoffnungsträger. 

Bewirtung durch Akko Falafel ab 18:00 Uhr, 
Einlass Saal ab 18:30 Uhr

Vorverkauf: 18 € / 12 € ermäßigt, 
Abendkasse: 21 € / 15,- € ermäßigt 
Ermäßigung für Jugendliche, Azubis, Studierende und Geringverdiener (Inhaber Metzingen Card) 

Vorverkauf: Naturkostladen Löwenzahn Metzingen, Schloßstraße 20

 

DIENSTAG, 20. Oktober, 19:00 Uhr
Vortrag  Elisabeth Abanda, Fachreferentin der Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg  
Stadtbücherei Metzingen

»Friedensbildung in der Schule «   

Kriege, Gewaltbilder und gesellschaftliche Spannungen beschäftigen auch junge Menschen. Friedensbildung ist deshalb kein einzelnes Unterrichtsthema, sondern eine fächerübergreifende Bildungsaufgabe. Sie stärkt Friedenskompetenz, indem sie Zusammenhänge von Krieg und Frieden, Gewalt und Gewaltfreiheit verständlich macht. Sie fördert Friedensfähigkeit, wenn Schüler:innen lernen, ihre eigene Haltung zu reflektieren und verschiedene Perspektiven wahrzunehmen. Sie befähigt zum Friedenshandeln, wie dem selbständigen politischen Handeln und zur Zivilcourage. Der Vortrag stellt die Arbeit der Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg an Schulen vor, mit Einblicken in Workshops, Lernmaterialien, Methoden und Erfahrungen aus der Praxis. Im Anschluss ist Zeit für Austausch und Diskussion.

 

SONNTAG, 1. November, 19:30 Uhr
Film zur Friedenswoche   
Luna-Filmtheater Metzingen

» A single day «     

16. März 1968: US-Soldaten ermorden über 500 unbewaffnete vietnamesische Zivilisten im Dorf My Lai. Ein 18-jähriger US-Soldat stellt sich im Vietnamkrieg schützend vor die Überlebenden des Massakers und droht seinen eigenen Kameraden mit Waffengewalt. „A single day“ zeigt Larry Colburns einziges ausführliches Interview über jenen Tag. Ein Film über Zivilcourage in Extremsituationen, über die Grenzen des Gehorsams und die Last der Verantwortung. Original mit deutschen Untertiteln

 

DONNERSTAG, 5. November, 19:30 Uhr
Vortrag Prof. Dr. Egon Spiegel, Diplomtheologe und Diplompolitologe
Kulturforum (Eisenbahnstraße 29, Metzingen)

» Wehrhaft ohne Waffen «

Praxis, Prinzipien und Perspektiven einer gewaltfreien, sozialen Verteidigung am Beispiel Grönland  
Wie kann sich eine Gesellschaft verteidigen, ohne militärische Gewalt anzuwenden? Am Beispiel Grönlands fragt der Friedensforscher und Aktivist Prof. Dr. Egon Spiegel nach Möglichkeiten und Grenzen einer gewaltfreien, sozialen Verteidigung. Im Mittelpunkt stehen Strategien wie organisierte Nichtkooperation, institutioneller Widerstand, gesellschaftlicher Zusammenhalt und internationale Öffentlichkeit. Grönland ist dabei ein besonders anschauliches Beispiel: militärisch kaum verteidigungsfähig, zugleich aber geprägt von starker kultureller Identität, engen sozialen Netzwerken und hoher politischer Sichtbarkeit. Der Vortrag stellt Grundgedanken, praktische Handlungsformen und offene Fragen einer Verteidigung vor, die nicht auf Waffen, sondern auf die Widerstandskraft der Bevölkerung setzt.

 

DIENSTAG, 10. November, 19:30 Uhr
Vortrag Klaus Pfisterer, Landesvorsitzender der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) Baden-Württemberg  
Stadtbücherei Metzingen

» Wehrdienstpflicht – weiterer Schritt zur Militarisierung der Gesellschaft «     

Die Bundeswehr soll wieder kriegstüchtig und zur größten konventionellen Armee in Europa werden. Während im Gesundheitsbereich und bei Sozialausgaben massiv gekürzt wird, ist für Aufrüstung genug Geld da. Was fehlt, sind Soldat*innen. Die sollen mit dem im Dezember 2025 beschlossenen Wehrdienstgesetz gewonnen werden. Auch dafür werden Milliardensummen bereitgestellt. Gegen die zunehmende Militarisierung finden seit Dezember in vielen Städten Mahnwachen, Kundgebungen, Schulstreiks statt. Und was können wir tun? Klaus Pfisterer hat 1983 die größte Menschenkette in der Geschichte der Bundesrepublik mitorganisiert und steht für Informationen und Diskussion zur Verfügung. 

 

DONNERSTAG, 12. November, 19:30 Uhr
Vortrag Dr. Susanne Edel, Pfarrerin im Ruhestand und Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation
Martinshaus

» Wege aus Gewalt und Krieg in einer ver-rückten Welt «

Seit viereinhalb Jahren sind Kriegsführung und Verteidigungsfähigkeit zentrale Themen deutscher und europäischer Politik geworden. Die Vorbereitung darauf, einen Krieg führen zu können, gilt für Viele als entscheidend, um drohende Überfälle abzuwenden. Deshalb wird sie mit allen Mitteln betrieben. Gleichzeitig zogen und ziehen sich heiße Kriege immer länger hin und bringen unermessliches Leid mit sich. Besteht die Möglichkeit, Kriege schneller zu beenden und nachhaltig Frieden zu stiften? Susanne Edel sieht als Mitglied der Initiativen „Aufbruch zum Frieden“ und „Initiative Christlicher Friedensruf“ Ansatzpunkte dazu und wird sie uns vorstellen. 

 

SAMSTAG, 14. November, 15:00 Uhr 
Stadtspaziergang mit Rolf Bidlingmaier, Stadtarchivar Metzingen 
Treffpunkt: Rathaus Metzingen

» Spuren von Widerstand gegen den Nationalsozialismus  «

Gibt es Spuren von Widerstand gegen den Nationalsozialismus auch in Metzingen und Umgebung zu entdecken?

Wer waren die Menschen, die sich den Maßnahmen des NS-Regimes widersetzten, obwohl sie damit ihr Leben riskierten?

Stadtarchivar Rolf Bidlingmaier gibt einen Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus und führt uns zu den Orten, wo Spuren des Widerstands dokumentiert sind.

 

SONNTAG, 15. November, 10:00 Uhr
Gottesdienst mit ökumenischem Projektchor 
Martinskirche

Ökumenischer Friedensgottesdienst in Metzingen 

Im Anschluss an den Friedensgottesdienst lädt der Weltladen zu Gesprächen bei fair gehandelten Snacks und Getränken ein

Herzliche Einladung 
zu den Proben des ökumenischen Projektchors 
am Mo, 3. November und Mo, 10. November jeweils um 19:00 Uhr im Bonifatiussaal

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